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Netzwerkkonferenz der CLUB OF ROME Schulen 27. 11. -29. 11. 2017 in Lübeck

December 5, 2017

 

Auf ihrer 14. Jahreskonferenz tauschten sich die CLUB OF ROME Schulen mit Expert*innen über Möglichkeiten aus, wie Schule  junge Menschen unterstützen kann, sich in globalen Kontexten zu verorten und lokal wirksam werden können. Ein Fokus lag auf Fragen der Einbindung von Teilhabe, Partizipation und Engagement in Unterricht. In drei Tagen wurden von den ca. 100 Teilnehmenden Konzepte, Methoden und Ideen diskutiert und ausgearbeitet.

 

Am Montag, den 27.11.2017 reisten delegierte Schüler*innen, Lehrkräfte, Schulleiter*innen und Eltern von den CLUB OF ROME Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet an. Ihr Ziel: Ein Tagungsort der ganz besonderen Art; das Europäische Hansemuseum in Lübeck öffnete dem Schulnetwzerk seine Türen und bot den ca. 130 Gästen eindrucksvolle Räumlichkeiten in denen die historischen Entwicklungen der Hanse mit modernen Lebensformen und Komplexitäten

in erlebbare Zusammenhänge gesetzt werden. Die räumlichen und musealen Umgebungen trafen passgenau auf den Schwerpunkt, unter dem das Schulnetzwerk sich traf: "Schule für Weltenbürger*innen; von lokaler Partizipation zu globalen Lösungen". Alle Gäste besuchten das Europäische Hansemuseum am ersten Abend und kamen erfüllt von Eindrücken der geführten Besichtigungen zurück.

Mojib Latif, Präsident der Deutschen Gesellschaft CLUB OF ROME und Träger des Bundesumweltpreises 2016 eröffnete die Konferenz, indem er Erkenntnisse zu globalen klimatischen Entwicklungen mit den Zuhörer*innen teilte und sich der Frage stellte, ob und wie heutige Zustände von Menschen gestaltet werden können. Seine Botschaft am Ende des Impulses war deutlich: Wir haben keine Zeit zu verlieren, aber wir haben definitiv die Chance mit unserem Wissen und Kompetenzen diese Welt zu erhalten und Zukunft nachhaltig lebenswert zu gestalten. Mit Blick auf die jungen Generation verwies der Klimafroscher auf die rasanten globalen Entwicklungen, stetigen Nachrichten, Informationen, Bilder und unübersichtlichen Berichterstattungen, die Unsicherheiten auslösten und Populisten Vorschub böten. 

"Beim Leugnen des Klimawandels fängt es an, bei der Abschaffung der Freiheit und der Menschenrechte hört es auf. Schule kann und muss junge Menschen unterstützen, sich in diesem Dickicht zu orientieren und zu verorten. Das leisten die CLUB OF ROME Schulen. An CLUB OF ROME Schulen werden globale Kontexte aktiv beleuchtet, die Schülerinnen und Schüler bestärkt, kritisch zu denken und sich aktiv in gesellschaftliche wie auch schulische Entscheidungsprozesse einzubringen. So erleben sie sich als wirksame Gestalter*innen ihrer Zukunft in globalen wie lokalen Zusammenhängen!" so der Präsident der Deutschen Gesellschaft CLUB OF ROME.

Weitere Impulse von Expert*innen folgten. David Packer zeigte dem Auditorium mit seinem Beitrag zu bewusster Politik die unterschiedlichen Wahrnehmungsweisen auf, mit denen wir als Menschen uns selbst, unser Umfeld, mediale berichterstattungen, die Politik und das große Ganze beurteilen. Der junge Speaker aus Österreich ermutigte die Zuhörer*innen, die unterschiedlichen Dimensionen des Bewusstseins zu schulen und sich kritisch mit eigenen und fremden Standpunkten auseinanderzusetzen, um wirksam und bewusst die eigenen Entscheidungen zu treffen. Schon in der Schule, kann für diese Praxis ein wichtiger Lernort geschaffen werden, damit junge Menschen in ihren jeweiligen Lebenswelten immer selbst-bewusster agieren und die eigenen Standpunkte vertreten können.

Silke van Kempen teilte mit ihrem Impuls Ideen und Erfahrungswerte aus der Arbeit der Stiftung "Lernen durch Engagement", die Schulen dabei unterstützt Schüler*innen in Engagement für das Gemeinwohl zu bringen und diese Einsätze innerhalb von Fachunterricht vorzubereiten und zu reflektieren. Die Mehrwerte für die Lernenden seinen dabei umfassend, ganzheitliches Lernen und Erfahrungen der eigenen Wirksamkeit würden ebenso ermöglicht, wie neue Perspektiven auf Gesellschaft, so die Referentin.
Wie Schüler*innen in der Schule eigene Initiativen starten und Teilhabe einfordern können, zeigten Felix Luft und Jonas Witzenhausen vom SV Bildungswerk. Die zwei Referenten der jungen Beratungsorganisation für Schüler*innen-Vertretungen zeigten ganz plastisch auf, wie jungen Menschen Partizipative Prozesse und Teilhabe in ihren Schulen gestalten können. "Wenn ihr Projekte plant, bindet auch die Schulleitungen ein - Partizipation muss von allen Seiten her gedacht werden".

 

Es folgten ein Worldcafé und eine Session der Projektplanung, moderiert, wie die gesamte Konferenz, von Dr. Thomas Bruhn, Wissenschaftler und Facilitator am IASS Potsdam (Institut of Advanced Sustainable Studies). Locker, fröhlich und gleichzeitig hochkonzetriert arbeiteten die Teilnehmenden den Status Quo sowie Bedarfe und Fragen zur Netzwerkarbeit aus. Die Projektplanungen erfolgten auf visuell vorgefertigten Postern, auf denen am Ende des Tages zahlreiche laufende und geplante Aktivitäten der CLUB OF ROME Schulen zu besichtigen waren - der thematische Fokus lag auf der CLUB OF ROME - Schulentwicklung, Partizipation an Schule und dem aktuellen Netzwerkprojekt zu den Sustainable Developement Goals (SDGs).
Wissenstransfer und Austausch war im Format integriert; auf "Gallery-Walks" besuchten die Teilnehmenden die Projektideen anderer Schulen - Erfahrungsaustausch und die Weitergabe von "best practise" sind Kernelemente der Netzwerkkonferenzen.

 

An Tag drei wurden dann konkrete neue Ideen entwickelt und an mancher Stelle bereits dingfest gemacht. Ein "Open Space" bot Raum, alle angeklungenen Gedanken und Ideen vom Vortag mit interessierten Akteuren weiter zu denken und konkrete Abmachungen, Planungstreffen etc. zu initiieren. Ohne das bereits bekannte Signalglöckchen des Moderators hätten die Gäste ihre Projektplakate wohl kaum rechtzeitig zum gemeinsamen Mittagessen und Ausklang verlassen. Der Abschied und festliche Ausklang wurde von einem Trailer zu dem kleinen Dokumentationsfilm gekrönt, den eine Gruppe von Schülerreporter*innen, unter der Leitung des Schulnetzwerk-Praktikanten Bruno Doucet, während der Konferenz anfertigte.
Alle Teilnehmenden wirkten erfüllt und voller Tatendrang, ihre Schule weiter im Sinne des Netzwerk-Leitbildes zu entwickeln, in dem es heißt:
"... Es gilt, den Globalsinn der heranwachsenden Generation zu stärken. Lokale Vernetzungen und Globalsinn gehören an CLUB OF ROME-Schulen zueinander. Wirksamkeit und Handlungsfähigkeit werden in den schulischen Projekten und in Bildungspartnerschaften vor Ort verbunden mit einem Verständnis von Weltbürgerschaft. ..."

 

 Trailer - Doku der Schüler-Reporter*innnen!

 

Die grafischen Dokumentationen von Svenja Mix werden den Schulen als visuelle Erinnerung ihrer diesjährigen Netzwerkkonferenz dienen. Ein großes Dankeschön gilt allen Freunden, Förderern und besonders den zwei Lübecker Stiftungen, die das Format mit ermöglicht haben; Possehl-Stiftung Lübeck und gemeinnützige Sparkassen Stiftung zu Lübeck. Auch dem Europäischen Hansemuseum in Lübeck gilt ein großes Dankeschön.

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