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Design Thinking für Nachhaltigkeit: Schüler*innenwerkstatt an der Emile Montessori Schule in Neubiberg

May 4, 2018

 

 

 

 

Mittwoch, den 25. April an der Emile Montessori Schule in München, Neubiberg.

Rund 50 Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klasse finden sich im Raum für Naturwissenschaften zusammen, die Sonne scheint, aufgeregtes Gewusel, langsam kommen die jungen Menschen zur Ruhe. Worum es heute gehen soll? Die Schüler*innen werden sich einen ganzen Tag mit dem Thema Kampagnen für Nachhaltigkeit beschäftigen. Es soll um Kampagnen gehen, die sie selbst entwerfen mit Hilfe der Innovationsmethode Design Thinking. Die Kampagnen sollen nicht für irgendwen sein, sondern die Zielgruppe der Schüler*innen-Kampagnen sollen; genau: Schüler*innen sein. Denn wer könnte die Zielgruppe besser adressieren, als die Teenager selbst?

 

Natürlich liegt dem Projektformat eine pädagogische Idee zur Grunde, die nicht allein darin besteht junge Menschen mit Design Thinking oder mit dem Aufbau von Kampagnen in Kontakt zu bringen: Bevor die Schüler*innen eine Kampagne zum Thema entwerfen können, machen sie sich über Themenfelder im Bereich der Nachhaltigkeit Gedanken. Ein Impuls von Bildungsreferentin Eiken Prinz informierte die Schüler*innen zu den Ideen und Zielen der CLUB OF ROME-Schulen und zur Nachhaltigkeitsbildung.

Sie interviewen sich gegenseitig: Was wünsche ich mir für MEINE ZUKUNFT? Berührt NACHHALTIGKEIT meine Zukunft? Ist Nachhaltiges Handeln WICHTIG FÜR MICH und WARUM? Begegnen mir das Thema Nachhaltigkeit in meinem Alltag und in meiner Schule?          
Dann gab es einen kleinen Impuls zum Thema Kampagnen gestalten.

Anschließend wurden „Personas“ gezeichnet. Jede der sieben Gruppen entwarf einen „Typ“, der/die stellvertretend für ihre Adressatengruppe stehen sollte. Die „Personas“ wurden fantasiereich ausgestattet mit Vorlieben, Abneigungen, familiärem Hintergrund, Hobbies und Interessen. Auch wurden der Figur Themen aus dem Bereich der Nachhaltigkeit zugeschrieben, für die sie oder er sich interessiert. Mit Hilfe kreativer Brainstorming-Sessions fanden die Schüler*innen dann eine Menge Ideen, wie sie ihre „Persona“ am besten mit einer Kampagne ansprechen könnte; Wann und wo würde unsere Persona auf eine Kampagne reagieren? Ist sie zum Beispiel Netzaffin und viel in den sozialen Medien unterwegs? Will sie lieber an Aktivitäten selbst wirksam werden? Welches Thema interessiert sie wohl; Mobilität, Energie, Ernährung?

 

 

 

Im Anschluss an die Mittagspause wurden dann Prototypen für Kampagnen entwickelt; es wurde gezeichnet, gebastelt, Präsentationen entworfen für You-tube-Kampagnen und Videoclips gedreht. Die Zeit verging wie im Flug und bei der Abschlusspräsentation hatten alle sieben Gruppen großartige Kampagnenentwürfe, die sie ihren Mitschüler*innen präsentierten. Von Charity-Skateevents in Venice Beach bis hin zu Imagefilmen für nachhaltigen Fischfang und einer Trinkwasser-Kampagne über ein absolut angesagtes Videospiel war alles dabei.

 

Am Abend besuchte der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft CLUB OF ROME Frithjof Finkbeiner die Schule dann noch mit einem spannenden Impuls, in dem er dem Publikum Einblicke in drei der wichtigsten Herausforderungen der Zukunft verschaffte: Überbevölkerung, Armut und Klima. Mit Flipchart und Filzmaler band der Vizepräsident und Vater des Gründers der Kinderorganisation „Plant-for-the-Planet“ Felix Finkbeiner, in seine Überlegungen ein, fragte nach Möglichkeiten, das Klima, wie auch den Wohlstand auf der Welt in einer positiven Entwicklung zu unterstützen und führte seine Gedanken dazu aus. Bäume pflanzen sei mindestens ein wirksamer Weg, mmit dem wir als Menschen CO2 aus der Luft binden könnten. Außerdem sei es an der Zeit die Wohlhabenden dieser Welt in die Verantwortung zu bringen und zwar mittels positiver Motivation, guter Ideen, wie sie sich am Schutz vonn Klima, Planet und Menschheit beteiligen könnten. Bei einem köstlichen Buffet aus der Klimaküche der Shcule ließen die Gäste den Abend ausklingen und konnten gleichzeitig die zahlreichen Nachhaltigkeitsprojekte der Schule bestauenen.
Ein rundum gelungener, lebendiger und kreativer Nachhaltigkeitstag.

 

„An dieser Schule werden Räume zum ganzheitlichen Lernen und für die Beschäftigung mit Zukunftsfragen und Nachhaltigkeit auf einzigartige Weise geöffnet. Räume, in denen junge Menschen die Gelegenheit zu bekommen sich als selbstbewusste und kreative Zukunftsmacher*innen zu entwickeln. Genau das ist das Anliegen des CLUB OF ROME Schulnetzwerks, denn wir befinden uns in rasanten Entwicklungen, die global und lokal spürbar sind und wollen unsere Schüler*innen fit machen sich in zukünftigen Lebens- und Arbeitssituationen nicht verloren zu fühlen, sondern selbstwirksam, mutig und verantwortungsvoll ihre Zukunft zu gestalten. Dass dies an der Emile hervorragend klappt, haben die Schüler*innen und das Kollegium heute eindrucksvoll gezeigt.“ freut sich Eiken Prinz, Referentin für Bildung bei der Deutschen Gesellschaft CLUB OF ROME.

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